Evangelischer Friedhof Opherdicke

Ist es nicht befremdlich, dass ein Mensch unbemerkt aus unserer Mitte gehen kann?

Niemand fragt nach ihm. Niemand denkt mehr an ihn. Am Ende spielt es offensichtlich für alle anderen keine Rolle mehr, ob dieser Mensch noch da ist, ob er noch lebt, oder nicht.

Unsere sich modern begreifende Lebenswelt hat eine Tendenz hin zur Anonymität und mithin auch zur Unverbindlichkeit. Das Sterben und die Toten sind immer weniger ein Bestandteil in der Welt der Lebenden.
Hier kommt dem evangelischen Friedhof eine besondere Aufgabe zu. Er ist ein Ort, an dem spürbar werden soll, was Inhalt unseres Glaubens ist: Wir sind bei Gott nicht anonym!

Kurzchronik des Ev. Friedhofes Opherdicke

Die "innere Beziehung" zum Kirchhof, die der frühere Kirchmeister und Friedhofsverwalter Franz Steinweg in seinem Vorwort der Friedhofschronik zur Sprache bringt, haben die Menschen früherer Generationen auch in Holzwickede und Opherdicke ohne Frage intensiver gepflegt. Der erste Friedhof im Ort lag um die alte Opherdicker Kirche herum, und wer den Gottesdienst besuchen wollte, den führte der Weg an den Gräbern der Väter und Mütter vorbei. Im August des Jahres 1861 wurde auf dem "Kirchhof" die Witwe Friederike Natorp beigesetzt. Sie sollte die letzte sein, die auf dem alten Friedhof zur ewigen Ruhe gebettet wurde.

In der Folgezeit wurde die Fläche gegenüber der heutigen Haarstrang-Sportanlage als Friedhof erschlossen. Bis heute befindet sich dort der evangelische Friedhof. Mit der Entfernung des Kirchhofes entfernte sich aber mit der Zeit auch die "innere Beziehung" zu diesem Ort. Gleichwohl gilt diesem Ort unsere besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit. Unser Friedhof ist uns wichtig als ein Ort der Ruhe, der Andacht, der Trauer und der Erinnerung und darin im Ganzen als ein Ort des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung.

Kontakt

Grabvergabe u. Ansprechpartner vor Ort
Martin Sutoris
Telefon 02301 2789 (Gemeindebüro)